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Aktuelles / Mitteilung der Unabhängigen Bürger Vogt e.V.

Weihnachten 2021

Liebe Mitglieder der Unabhängigen Bürger Vogt e.V., liebe UB-Freunde

Wer hätte letztes Jahr gedacht, dass wir auch dieses Jahr wieder Weihnachten und Silvester nur unter erschwerten Bedingungen und mit vielen Einschränkungen feiern werden? Nach wie vor hält uns das Corona-Virus voll im Griff und manchmal habe ich das Gefühl, das wir nur noch reagieren können auf neue Varianten, obwohl wir gewohnt sind, aktiv zu agieren.

Weihnachtsfeiern finden, wenn überhaupt, nur im kleinen Rahmen, mit Maske und Abstand statt und irgendwie hat man das Gefühl, es stellt sich nicht so richtige Weihnachtsstimmung ein.

Aber man kann auch positive Momente aus dieser Situation mitnehmen: Nicht immer muss das Weihnachtfest immer noch gigantischer mit noch mehr Geschenken gefeiert werden. Besinnen wir uns doch auf den Ursprung dieses heiligen Festes, als ein Kind armselig ohne feste Bleibe in einem zugigen Stall geboren wurde und da kein gemütliches Kinderbettchen zur Verfügung stand, wurde es von seinen Eltern in eine Futterkrippe gelegt. Nicht die ganze Verwandtschaft, Paten, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen kamen zu Besuch und feierten, nein, ein Ochse und ein Esel waren anwesend, dann kamen ein paar Hirten mit bescheidenen, aber umso herzlicheren Geschenken dazu und zu guter Letzt noch drei Weise Männer von weit her, die sich damals schon der Bedeutung der Geburt dieses Kindes bewusst waren.

Daher tut es in meinen Augen auch mal gut, nur im kleinen, bescheidenen Rahmen mit den engsten Familienangehörigen bei gemütlichem Kerzenschein und ohne Berge von Geschenken diese geweihte Nacht, diese Weihnacht zu feiern.

Auch uns in Vogt hat die nicht enden wollende Pandemie hart getroffen, viele Menschen sind schwer erkrankt, manche auch gestorben und trotzdem versuchen wir alles, um so normal und unbeschwert weiter zu leben, in der Hoffnung, dass dieser Spuk irgendwann mal vorbei sein wird. In dieser Zeit war es somit für uns als politische Vereinigung nicht einfach, ordentliche Kommunalpolitik zu gestalten. Unsere Treffen zur Vorbereitungssitzung fanden meist mit Maske und Abstand und ohne Bürgerbeteiligung unter Einhaltung aller Corona-Regeln bei Wolfgang statt, der dafür die passenden Räumlichkeiten zur Verfügung stellen konnte. Dafür dir, Wolfgang, nochmal vielen herzlichen Dank, auch für die Bewirtung.

Trotz allem haben uns auch dieses Jahr vielfältige Themen beschäftigt: Der geplante Kiesabbau in Grund konnte trotz heftiger Gegenwehr, auch von Seiten der UB, nicht verhindert werden. Grund ist nun im Regionalplan als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung Kies ausgewiesen. Neue Baugebiete in der Bergstraße konnten erschlossen werden oder, wie in Damoos-Küchel, mit der Planung vorangebracht werden. Der Neubau des beliebten Vogter Kindergartens Mullewapp ist nun durchgeplant, verabschiedet und die ersten Baggerlöcher sind schon gegraben! Der Bau- und Wertstoffhof konnte verlegt werden in ein neues Areal hinter der Ziegelei. Von Anfang an lief dann der Betrieb des Wertstoffhofes reibungslos und die Anwohner am Marderweg und Damooserweg spüren nun eine gewaltige Verkehrsentlastung. Und für die Feuerwehr gab es ein dringend benötigtes neues Fahrzeug. Aber auch neue, gewaltige Aufgaben stehen nun an: Im Rathaus wird es einen einschneidenden Personalwechsel gehen, Frau Assfalg vom Hauptamt und unser Kämmerer Herr Köhler werden uns nach vielen Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verlassen. Das alte Fabrikgebäude in der Bergstraße soll verkauft werden und das Gebiet umgeplant werden. Auch hier müssen wir als Gemeinde ein wichtiges Wort bei der Planung eventueller Investoren mitreden.

Doch die Hauptaufgabe wird in den nächsten Jahren wohl sein, die Energiewende umweltverträglich und sinnvoll in die Wege zu leiten. Der Altdorfer Wald, der sich zum Teil auch auf Vogter Gemarkung befindet, steht für potentielle Windkraftanlagen zur Disposition. Das Mitspracherecht der Gemeinden wurde hier massiv eingeschränkt. Wenn die Planungen so laufen, wie schon in der Presse angekündigt, können bis zu 90 Windkraftanlagen mit einer gigantischen Nabenhöhe von über 200 Metern auf einer Fläche von ca. einem Sechstel der gesamten Waldfläche entstehen. Die Flächen für Zufahrtswege und Stromleitungstrassen sind da noch nicht mit eingerechnet. Uns ist allen klar, dass die Energiewende dringend notwendig ist, aber auch unser Altdorfer Wald gehört geschützt und wir müssen aufpassen, dass dieser Wald dann nicht mehr der Wald sein wird, der er über Jahrtausend war mit seinem Wasserspeicher und als grüne Lunge Oberschwabens.

Liebe UB-Freunde, ihr seht, gewaltige Aufgaben stehen in den nächsten Jahren an. Daher wünsche ich allen aktiven und politisch interessierten Mitbürgern nun in dieser besonderen Weihnachtszeit Ruhe und Besinnung zum durchschnaufen und Kraft tanken für das kommende Jahr. Nutzen sie diese Zeit der verordneten Stille, um sich auf das Wichtigste im Leben zu konzentrieren, nämlich die eigene Familie.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen nun besinnliche, ruhige Weihnachtstage ganz im Geiste des neugeborenen Kindes im Stall von Bethlehem ohne viel Tamtam und Hektik. Für das kommende Jahr 2022 wünsche ich uns allen vor allem Gesundheit, Solidarität und Rücksicht, um dann irgendwann mal aus dieser Pandemie herauszukommen.

Herzlichst, ihr Dr.med. Frank Kirchner

von den UBs

UB Vogt besichtigt Windenergieanlagen Bad Saulgau

Am 8. April organisierte Energiedialog BW eine Informationsfahrt zu den Windenergieanlagen Bad Saulgau, den Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen und einem Biogasanlagenbetreiber in Leutkirch, an der einige UBler teilnehmen konnten. Zunächst konnte man nach dem Tag schon erst einmal denken, es spricht eigentlich, insbesondere gegen Windkraft, kaum noch etwas und die vorgestellten Energieträger sind die Rettung all unserer Probleme. Die Branche der Hersteller von Windenergieanlagen hat ihre Hausaufgaben erledigt und durch viele technische Systeme und Weiterentwicklungen der Anlagen den Kritikern im wahrsten Sinne des Wortes viel Wind aus den Segeln genommen. Aber nach etwas Abstand setzt sich doch wieder eine etwas differenziertere Betrachtung durch. Die Fahrt glich daher eher einer perfekt organisierten und inszenierten Kaffeefahrt zum Thema “Erneuerbare Energien”. Hochkarätige Experten, Schallmessungen, Politikberater der agora-energiewende, extra aus Berlin angereist, der Regionalverbandsvorsitzende, Verantwortlicher der Genehmigungsbehörde etc. beeindrucken durch ihre Präsenz und suggerierten ein hohes Maß an Professionalität, Seriosität und Verlässlichkeit bei der bevorstehenden Planung des größten Windparks in Süddeutschland. Darüber hinaus wurde das Ganze von exzellent geschulten Moderatoren begleitet, die gezielt eingriffen mit typischen Fragen, um die Informationsströme zu lenken.

Es werden mit einem Windkraftbetreiber und mit der EnBW als Freiflächen-Photovoltaik-Anlagenbetreiber zwei Großanbieter präsentiert, die sicherlich ganz andere Interessen verfolgen, als nur das Gemeinwohl der Gesellschaft zu steigern. Über sonstige Alternativen, das gewaltige Potential von Hausdach-PV-Anlagen bzw. auch lokalen Kleinwindanlagen wird als Alternative in keinster Weise eingegangen oder auch weiterhin bestehende Gefahren oder Probleme von Windkraftanlagen werden nicht angesprochen.

Wenn man einen Windkraftbetreiber zu der Problematik von Windkraft befragt, bekommt man sicherlich die gleiche Antwort wie von einem Vertreter der Tabakindustrie auf die Frage zur Gefährlichkeit des Rauchens …

Insgesamt ist aber vor allem noch zu bedenken, dass die aktuellen Planungen der Stadtwerke Ulm im Altdorfer Wald in ein komplexes Waldgebiet eingreifen, daß unseres Erachtens ein hohes Schutzbedürfnis im Hinblick auf sein ökologisches Potenzial und die Wasserversorgung einer ganzen Region darstellt. Eingriffe können nur abgeschätzt (!!!) werden, aber wie häufig hat man mit Einschätzungen auch schon daneben gelegen und dann sind die geschaffenen Fakten nicht mehr umkehrbar und eine dauerhafte Schädigung eingetreten. Hier ist sicherlich der Aspekt der Vorsorge unbedingt zu beachten!

Dr. Frank Kirchner 1. Vors. UB Vogt

 

Presse

Leserbrief zum Thema Kiesabbau bei Grund bleibt im Plan

Leserbrief zum Thema Kiesabbau bei Grund bleibt im Plan, SZ 26.01.21,

Es ist schon erstaunlich: 1200 Einsprüche reichen aus, um ein geplantes Gewerbegebiet für die Gemeinde Vogt aus dem Regionalplan ohne weitere Diskussion und Begründung zu streichen.

  • Ein Gewerbegebiet, dass für die weitere Entwicklung der Gemeinde Vogt wäre.

Aber über 5000 Einsprüche gegen ein neu geplantes Kiesabbaugebiet im Altdorfer Wald, ebenfalls auf der Gemarkung Vogt, reichen trotz zahlreicher einschlägiger Gutachten nicht aus, um dies aus dem Regionalplan zu streichen.

  • Ein Kiesabbaugebiet, dass nur Kies von mittlerer bis schlechter Qualität (laut Gutachten Schad) liefert.
  • Ein Kiesabbaugebiet, dass die Grundwasserversorgung in Zeiten von Klimaerwärmung und kommender Wasserknappheit in den nächsten Jahrzehnten gefährdet.
  • Ein Kiesabbaugebiet, dessen Menge an Kies eigentlich niemand in der Region braucht, da genügend Kies in den bisherigen Abbaustellen vorhanden ist, wenn man diesen nicht aus Profitgier in die Nachbarländer exportiert. Diese Nachbarländer haben längst begriffen, dass man ihre Umwelt nicht unnötig zerstören kann und daher auf Kiesabbau eine hohe Umweltabgabe fordern.
  • Ein Kiesabbaugebiet, dessen einzige Aufgabe ist, dem Kiesunternehmer eine fraglich und zeitlich befristet genehmigte Asphaltmischanlage weiter mit Kies zu versorgen frei nach dem Motto: Kies bringt Kies (Originalzitat des Kiesunternehmers!).
  • Ein Kiesabbaugebiet, dass aber trotzdem von der CDU-Fraktion im Kreistag weiter befürwortet wird.

Daher sollten alle Bürger im Schussental, die mehr oder minder auch in Zukunft von der Trinkwasserversorgung des Waldburger Rückens abhängig sind, dagegen vorgehen und nochmals von ihrem Einspruchsrecht Gebrauch machen. Denn hier wird auf dem Gebiet der Gemeinde Vogt vom Regionalverband mit zweierlei Maß gemessen zum Schaden aller Bürger im Schussental!

Dr. Frank Kirchner

 
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aktuelles/start.txt · Zuletzt geändert: 2021/12/22 06:48 von frankk