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Aktuelles / Mitteilung der Unabhängigen Bürger Vogt e.V.

von den UBs

Verkehrskonzept Forderung erstes Schreiben ans LARV

Sehr geehrter Herr Landrat Sievers,

als größte Fraktion im Vogter Gemeinderat mit 9 von 14 Gemeinderäten sehen wir uns als Sprecher für unsere Bürger. In vielen Gesprächen mit den Einwohnern von Vogt kommt immer wieder die Situation über die schlechten Verkehrsverhältnisse zum Ausdruck. In vielen Anträgen über die Gemeinde an die Straßenverkehrsbehörde wurden die Anliegen unserer Bürger nicht berücksichtigt. Wir wenden uns mit der Bitte an Sie, dass wir für unsere Anliegen mehr Gehör finden und unsere Anträge nicht nur über Fallzahlen entschieden werden. Entweder haben wir zu wenige nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer oder sind es zu wenige motorisierte Verkehrsteilnehmer. Mitunter sind doch die speziellen örtlichen Gegebenheiten wichtiger als Zahlen, oder müssen immer erst Unfälle mit drastischem Ausgang geschehen um eine Änderung der Verkehrssituation zu bewirken.

Wir haben ihnen einige Punkte zusammengestellt, die unseren Bürgern und uns als UBGemeinderäte besonders am Herzen liegen. Wir haben die Punkte an der L324 in der Reihenfolge von Grund in Richtung Süden und an der L325 von Heissen in Richtung Osten betrachtet.

  1. Schneller Geh- und Radwegebau entlang der L 324 und L 325. Besondere Priorität hat für uns und unsere Bürger der Bau des Radweges entlang der L 324 von der Ortsmitte Wolfegg bis zum neu erbauten Radweg von Grenis nach Vorderwiddum. Dieser Radweg ist längst fällig da, im Bereich von Grund bis nach Moser mit immer höherem Schwerlastverkehr zu rechnen ist und eine Fahrradfahrt nur mit großer Gefahr verbunden ist. Des Weiteren müssen in Grund die Schüler bei Dunkelheit entlang der L 324 zur Bushaltestelle laufen, da diese Haltestelle am Ortsende Richtung Wolfegg eingerichtet wurde. Es gibt keine andere Möglichkeit als der Fußmarsch auf der L 324. Diese Gefahr könnte durch einen Rad- und Gehweg beseitigt werden. Eine zusätzliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h finden wir in diesem Fall für sinnvoll.
  2. Entlang der L324 befinden sich die Ortsdurchfahrt Unterhalden mit der Einmündung der L330 aus Rötenbach. In diesem Bereich ist die Bebauung nahe an der Straße und an der Einmündung gibt es immer wieder schwere Unfälle. Daher sollte in diesem Bereich die Geschwindigkeit unbedingt auf 50km/h beschränkt werden. 3. Zwischen den Ortschaften Moser und Vogt sind die Wohnplätze Hag, Windbühl und Küchel. In diesem Bereich gibt es keine Geschwindigkeitsregelung. Es befinden sich hier auch mehrere Einmündungen und eine Bushaltestelle für den Schulbus. Daher sollte der Verkehr auf mindestens 70 km/h begrenzt werden, um ein gefahrloses Einmünden in die L 324 zu gewährleisten und um eine gefahrlose Andienung der Bushaltestelle zu garantieren.
  3. Bei der Ortseinfahrt Vogt auf der L 324 beginnt die einseitige Bebauung bereits weit vor dem Ortsschild von Vogt. Die Bürger sind hier großem Verkehrslärm ausgesetzt. Auch hier finden wir eine Begrenzung auf 50 km/h für angebracht, um die Anwohner in diesem Bereich vor Verkehrslärm zu schützen.
  4. In der Ortsdurchfahrt von Vogt ist durch die Ansiedlung der Einzelhandelsgeschäfte wie EDEKA, Tankstelle und Penny-Markt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen. Die Abbiegespur an der Tankstelle ist zu kurz und Fußgängerüberwege, z.B. Zebrastreifen, sind nicht vorhanden. Daher ist eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 km/h von der Einmündung Flammenstrasse bis zur Einmündung am Langacker dringend erforderlich.
  5. Die Querungsanlagen am Kreisverkehr haben keinen Zebrastreifen. Zur Rechtssicherheit sollte hier unbedingt ein Zebrastreifen eingezeichnet werden.
  6. Um unsere Bürger im Wohngebiet Hochgratweg vor Lärm zu schützen, ist der Verkehr im Bereich von Ortsende Vogt bis nach der Einmündung Ziegelstrasse
  7. auf Tempo 50 zu reduzieren. Der Fahrbahnbelag ist hier in einem sehr schlechten Zustand und sollte zur Lärmreduzierung erneuert werden.
  8. Im weiteren Verlauf der L324 ist die Kreuzung bei Reckendürren als sehr gefährlich einzustufen ist. Der Kreuzungsbereich ist nur auf kurze Distanz einzusehen. Eine Begrenzung auf 50 km/h ist auch hier dringend notwendig.
  9. Im Hofgut Mosisgreut ist ein BIO-Ladenverkauf eingerichtet. Dieser Verkauf wird von vielen Vogter mit dem Fahrrad besucht. Hier fehlt der entsprechende Rad- und Gehweg. Die Einfahrt ist extrem gefährlich. Auch Querung der Straße für den Landwirt ist nur schlecht einsehbar und aufgrund der fehlenden Geschwindigkeitsbegrenzung äußerst gefährlich. Hier sollte der Verkehr auf 50km/h reduziert werden.

In diesem Bereich haben wir das Ende des Gemeindgebiets von Vogt erreicht. Nun noch einige Anmerkungen zu dem Bereich der L325 von Heissen in Richtung Osten:

  1. Nachdem die L325 bis zum Ortsanfang von Vogt neu gestaltet wurde, konnte die Verkehrssituation erheblich verbessert werden. Dank dem großzügigen Geh- und Radweg sind auch die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer wesentlich weniger Gefahren ausgesetzt.
  2. In der Ortsdurchfahrt von Vogt fehlt eine Fahrradspur. Diese sollte als Fortsetzung des Radweges entlang der L325 durch den Ort Vogt eingerichtet werden.
  3. Am Kreisverkehr fehlen die Zebrastreifen (Bereits bei den Anregungen zur L324 eingebracht).
  4. Der Fahrbahnbelag ist im Bereich der Ortsdurchfahrt in einem schlechten Zustand und ist entsprechend zu sanieren. In diesem Zuge könnte man auch den Radweg durch Vogt realisieren.
  5. Das Ortsschild ist in dem Bereich Richtung Stocken über die Einmündung Holzwiese zu versetzten.
  6. Weiter Richtung Wangen fehlt ein Geh- und Radweg. Er sollte zügig gebaut werden.

Uns ist es unverständlich, dass der Verkehrsausschuss aus der Mitte des Gemeinderates zu den örtlichen Verkehrsschauen nicht eingeladen wird – wir sind die Vertreter unserer Bürger und müssen auch diesen immer wieder Rede und Antwort stehen, wenn die Verkehrsbehörde wieder mal über unsere Köpfe hinweg entscheidet.

Wir bitten Sie, uns bei der Verwirklichung dieser Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen zu unterstützen und hoffen auf eine baldige positive Stellungnahme aus dem Landratsamt Ravensburg.

 

Presse

Bericht über den Informationsabend zur Einrichtung einer Großraumunterkunft für Asylbewerber im ehemaligen Penny-/Finkbeinermarkt in der Schachenstraße in Vogt

Am 02.02.2016 fand in der Sirgensteinhalle in Vogt ein Informationsabend statt, der von der Vogter Bevölkerung außerordentlich gut besucht war.

Herr Smigoc informierte zunächst über die aktuelle Flüchtlingssituation in Vogt. Bisher sind 30 Asylbewerber in der Wohnmodulanlage am Langefurtweg untergebracht. Im Haus Nelkenweg 11 sind seit Ende Januar alle vier Wohnungen mit Flüchtlingsfamilien belegt. Im kath. Kindergarten St. Josef wird zur Zeit im Untergeschoß des alten Hauptgebäudes eine Wohnung für Flüchtlinge eingerichtet und auch im Haus Kirchstraße 11 werden die hinteren Räume im Erdgeschoß zu einer kleinen Wohnung ausgebaut.

Da sich die Flüchtlingszahlen im letzten Jahr weiter drastisch vermehrt haben, werden nun dringend weitere Räumlichkeiten zur Erstunterbringung benötigt. Aktuell geht man von 180 – 200 Flüchtlingen aus, die bis Mitte 2016 in Vogt untergebracht werden müssen. Um zu vermeiden, dass die Sirgensteinhalle als Notunterkunft belegt werden muss, haben sich nun zwei Standorte ergeben, die für Flüchtlingsunterkünfte geeignet sind:

Auf dem Grundstück hinter der alten Ziegelei wird vom Landkreis Ravensburg ein Haus in Holzständerbauweise für bis zu 54 Personen errichtet. Geplant ist, dass diese Unterkunft bis Mitte des Jahres zur Verfügung steht.

Der ehemalige Penny/Finkbeinermarkt wird vom Landkreis Ravensburg angemietet und zur Flüchtlingsunterkunft für zunächst 60 Personen ausgebaut. Eine Erweiterung für weitere 60 Personen im Bedarfsfall ist dann jederzeit im Anschluss möglich. Die Belegung mit zunächst ca. 60 Personen soll in der Zeit vom 04. – 08. April 2016 erfolgen.

Er wird erwartet, dass hauptsächlich Flüchtlingsfamilien nach Vogt kommen, da in der Wohnanlage am Langefurtweg bereits nur alleinstehende Männer untergebracht werden.

Ein Vertreter vom Landratsamt vom Amt für Migration erläuterte die Betreuungssituation der neu ankommenden Flüchtlinge. Da die Flüchtlinge an zwei Standorten mit nur jeweils 60 Personen untergebracht werden, wird auf eine Betreuung über das Rote Kreuz Ravensburg verzichtet. Vielmehr soll die Betreuung von Sozialarbeitern des Landkreises übernommen werden in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Helferkreis. Der Personalschlüssel liegt derzeit bei einem Sozialarbeiter auf 134 Flüchtlinge. Des Weiteren wird eine Sicherung durch Security-Personal organisiert, zunächst für 2-4 Wochen rund um die Uhr, später dann nur noch am Wochenende.

Herr Otto vom Helferkreis Asyl in Vogt erläuterte die bisher geleistete Arbeit des Helferkreises. Viele ehrenamtliche Stunden wurden erbracht und bisher läuft die Versorgung und Integration der bereits in Vogt lebenden Flüchtlinge vorbildlich und problemlos.

Dies wurde auch von Herrn Feil vom Polizeiposten Vogt bestätigt. Entgegen anderslautenden Gerüchten hat sich keine vermehrte Kriminalität in Zusammenhang mit den Flüchtlingen entwickelt, es entstehen im gleichen Maße Straftaten, wie sie bei jeder anderen deutschen Bevölkerungsgruppe auftreten. Alle Gerüchte über regelmäßige nächtliche Polizeieinsätze und bandenmäßiger Kriminalität im Zusammenhang mit den Flüchtlingen hier in Vogt sind unwahr!

Abschließend konnten dann die Vogter Fragen stellen, was vor allem von den Mitgliedern des Vogter Asyl-Helferkreises genutzt wurde. Es wurden viele Sorgen geäußert, dass die Betreuung durch die Sozialarbeiter des Landkreises deutlich zu wenig sei und der Helferkreis nicht in diesem gesteigerten Maß weiterhin so aktiv sein können, wie sie es bisher für die Vogter Flüchtlinge taten.

Wir von der UB-Fraktion möchten nun auch dem Helferkreis Asyl in Vogt für seine hervorragende Arbeit ausdrücklich danken und sichern ihm unsere Unterstützung zu. Ohne diesen hervorragend funktionierenden Helferkreis ließe sich die Integration der Flüchtlinge in Vogt nicht in dieser vorbildlichen Weise bewerkstelligen. Vielen Dank dafür!

Es sollte nun vorrangig Ziel sein, politischen Druck auf das Landratsamt bzw. Landkreis auszuüben, um den Betreuungsschlüssel von 1 Sozialarbeiter für 134 Flüchtlinge deutlich zu erhöhen.

Wir sehen sonst die Gefahr, dass die Helferkreise im Landkreis nicht allein in der Lage sind, die erwartenden Flüchtlinge für dieses Jahr adäquat zu betreuen. Denn bisher werden ca. 60 Flüchtlinge in Vogt vom Helferkreis betreut, Mitte des Jahres werden es dann fast 200 Personen, also über dreimal so viele sein. Und da die Helfer ehrenamtlich tätig sind, werden nur wenige in der Lage sein, ihr bisheriges Engagement in deutlichem Umfang zu steigern. Wir möchten deshalb auch hier gleich die Gelegenheit nutzen, alle Vogter Bürger, die gerne auch mithelfen möchten, sich beim Helferkreis Asyl zu melden, gerne vermitteln auch wir weiter.

Für die UB-Fraktion

Dr. Frank Kirchner

 
aktuelles/start.txt · Zuletzt geändert: 2017/11/26 09:59 von marc