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Aktuelles / Mitteilung der Unabhängigen Bürger Vogt e.V.

von den UBs

Fortschreibung Regionalplan - Kapitel Rohstoffe

Als größte Fraktion im Gemeinderat der Gemeinde Vogt, haben wir sehr große Bedenken gegen die jetzige vorliegende Planung und Fortschreibung des Regionalplans zum Kapitel Rohstoffe, genauer um den geplanten Kiesabbau im Altdorfer Wald. 

Die einmalige Trinkwasserregion, die das ganze Schussental versorgen könnte, wird durch den Kiesabbau nachhaltig zerstört. Es ist völlig unverständlich, wie ein so kostbarer Rohstoff wie Trinkwasser angegriffen werden kann, wo andere Nachbargemeinden ihr Trinkwasser von anderen Anbietern übernehmen  bzw. ihre Quellen wegen Verunreinigungen schließen müssen. Eigentlich müsste der Regionalverband unter Vorsitz von Herrn Franke dieses Trinkwassergebiet schützen und nicht zerstören!

In der vorliegenden Planung sollen Feldwege für den Kiestransport ausgebaut werden. Dadurch entsteht eine große Belastung für Flora und Fauna, und die nicht ausreichend ausgebauten Straßen für den Schwerlastverkehr sind ein weiterer Einspruchsgrund. Für die gefährliche Ortsdurchfahrt von Moser/Vogt für Fahrradfahrer und Fußgänger gibt es im Regionalplan keine Vorschläge zur Entschärfung. Der dramatisch angestiegene Schwerlastverkehr durch Wolfegg und Vogt durch Speditionen, Kies- und Holzlaster belastet die Einwohner schon jetzt durch Lärm und Abgase. 

Wir  alle sind davon betroffen, und als größte Fraktion im Gemeinderat von Vogt wundern wir uns ,dass von den Gemeinden dazu bisher keine ausreichenden Informationen für die Einwohner, bezüglich der kurzen Einspruchsfrist, erfolgte.

Es erweckt bei uns den Eindruck, dass nur „Eingeweihte“ informiert sind und wegen den großen wirtschaftlichen Interessen Entscheidungen dazu schon gefällt sind. 

Die Einspruchsfrist für Jedermann endet am 26. Juli 2018. 

Machen sie liebe Bürger mit und erheben auch sie Einspruch.

Einsprüche müssen schriftlich, formlos beim Regionalverbund vorliegen bis spätesstens 26. Juli 2018
Regionalverband, Hirschgraben 2,  88214 Ravensburg, Stichwort Planentwurf Rohstoffabbau E-Mail: info @ rvbo.de Der Planentwurf kann eingesehen werden unter http://www.rvbo.de/Planung/Fortschreibung-Regionalplan-Kapitel-Rohstoffe

Die Grundsätze und wie abgebaut wird, ist im Teil 1 Plansätze und Begründungen zu finden.
Zu beachten ist Seite 4.
Die Steckbriefe der Gebiete um Vogt sind ab Seite 196 zu finden im Teil2 des Umweltberichts.
Die Steckbriefe Umfassen die Gemarkungen und Abbauvorhaben 436-179 Amtzell-Grenis,
436-180 Im Grund Vogt und 436-177 Schlier-Oberankenreute

Muster für  die Vorlage eines möglichen Einspruch 
  
  
Einspruch gegen den Fortschreibung Regionalplan - Kapitel Rohstoffe   
   
Sehr geehrte Damen und Herren,   
hiermit erhebe ich Einspruch gegen die Fortschreibung Regionalplan - Kapitel Rohstoffe  Einspruch.  

z.B. Zu Punkt 436-180 Kiesgrube Im Grund Vogt  bitte ich darzustellen 
wie sie Sicherstellen dass die Trinkwasserqualität nicht beinträchtig wird
und diese für die Zukunft so erhalten bleibt.
   
z.B. Einspruch gegen die Fortschreibung der Planansätze zu 
Rohstoffabbau und Rohstoffsicherung/Kiesabbau Grund
„Das Vorhaben führt aus regionaler Sicht zu besonders erheblich negativen Umweltauswirkungen“ (S. 203)
Welche Maßnahmen sollen für die Erhaltung von Flora, Fauna und der biologischen Vielfalt exakt ergriffen werden?

z.B. Zu Punkt 436-179 Kiesgrube Amtzell-Grenis wir bitten darzustellen und zu untersuchen wie 
die Flora und Fauna des Felder Sees erhalten bleiben soll. Ich sehe es äußerst Kritisch da die 
Untersuchung Ergebnisse nicht vollständig sind.

z.B. Straßenlärm, Naherholungsgebiet, Trinkwasserschutz, Verkehrssicherheit u-a.
 
Mit freundlichen Grüßen   
    
Ort, Datum(Unterschrift)    
Anlagen:   

Download: ubvogt_bedenken_planung_fortschreibung_des_regionalplan_kapitel_rohstoffe.pdf

 

Presse

Kiesabbau UB Schreiben an SZ Juli 2018

Ich schreibe Ihnen heute als Vorsitzender der größten Gemeinderatsfraktion in Vogt, den Unabhängigen Bürgern Vogt e.V. (UB Vogt), um auf die Einspruchsfrist der Bürger gegen die Fortschreibung des Regionalplans, Kapitel Rohstoffe, hinzuweisen.

Als größte Fraktion im Gemeinderat der Gemeinde Vogt haben wir sehr große Bedenken gegen die jetzige vorliegende Planung und Fortschreibung des Regionalplans zum Kapitel Rohstoffe, genauer um den geplanten Kiesabbau im Altdorfer Wald.

Die einmalige Trinkwasserregion, die das ganze Schussental versorgen könnte, wird durch den Kiesabbau nachhaltig zerstört. Es ist völlig unverständlich, wie ein so kostbarer Rohstoff wie Trinkwasser angegriffen werden kann, wo andere Nachbargemeinden ihr Trinkwasser von anderen Anbietern übernehmen bzw. ihre Quellen wegen Verunreinigungen schließen müssen. Erst gestern hat ihre Zeitung über den mit Arsen verunreinigten Brunnen in der Gemeinde Mochenwangen berichtet. Eigentlich müsste der Regionalverband unter Vorsitz von Herrn Franke dieses Trinkwassergebiet schützen und nicht zerstören!

Unserer Meinung nach sind die Folgen des Kiesabbaus direkt an der Grenze zum Wasserschutzgebiet im Altdorfer Wald für die Trinkwassergewinnung völlig unvorhersehbar. Ausreichende unabhängige Untersuchungen sind bisher nicht erfolgt. Nun soll im „Hau-Ruck-Verfahren“ dem sogenannten Zielabweichungsverfahren, möglichst schnell einem Kiesunternehmer ermöglicht werden, Profit aus dem Kiesabbau im Altdorfer Wald ( Originalzitat von Herr Dr. Mohr, Kiesunternehmer in Grenis: Kies bringt Kies!) zu schlagen ohne wirtschaftliche Notwendigkeit für die Region und ohne Rücksicht auf Schutz für Mensch und Natur.

In der vorliegenden Planung für den Kiesabbau direkt am Rande des Wasserschutzgebietes im Altdorfer Wald sollen des Weiteren Feldwege für den Kiestransport ausgebaut werden. Dadurch entsteht eine große Belastung für Flora und Fauna. Die nicht ausreichend ausgebauten Straßen für den Schwerlastverkehr sind ein weiterer Einspruchsgrund. Für die gefährliche Ortsdurchfahrt, zum Beispiel von Moser (Gemeinde Vogt) gibt es im Regionalplan keine Vorschläge zur Entschärfung. In dieser Ortschaft sind keine Fuß- oder Radwege vorhanden. Der dramatisch angestiegene Schwerlastverkehr durch Wolfegg und Vogt durch Speditionen, Kies- und Holzlaster belastet die Einwohner schon jetzt durch Lärm und Abgase.

Immer wieder wird vom Regionalverband darauf hingewiesen, dass Kies als Rohstoff für Straßen- und Häuserbau ein unerlässlicher Rohstoff sei, den alle in der Region brauchen. Aber unserer Meinung nach haben wir in der Region ausreichend förderfähige Kiesgruben, die so viel Kies produzieren, dass geschätzter Maßen die Hälfte davon ins Ausland, hauptsächlich nach Österreich exportiert wird. Schon jetzt sieht man Österreichische LKWs teilweise im Minutentakt durch die Ortschaften fahren.

Daher kann unserer Meinung nach nicht von einem dringenden Bedarf an Kiesabbau bei uns in der Region gesprochen werden.

Nun wurde vom Regionalverband die Einspruchsfrist für Bürger bis zum 26.07.2018 festgesetzt, während Gemeindeverbände bis zum 26.09.2018 ihre Einsprüche einreichen können. Dies erweckt bei uns von den UB Vogt, den Eindruck, man möchte den Bürgern gar nicht Zeit und Gelegenheit geben, ihren Unmut über diesen geplanten Raubbau an der Natur und Grundwasser kundtun zu können. In einer Zeit, wo die Bürger am Ferienbeginn mir Reiseplanungen beschäftigt sind und in jeder Ortschaft Sommerfeste stattfinden, kann diese kurze Einspruchsfrist rasch in Vergessenheit bei den betroffenen Bürgern geraten. Warum also diese verkürzte Einspruchsfrist für die Bürger so gewählt wurde, bleibt uns schleierhaft, aber irgendwie hat das, auf gut Schwäbisch gesagt, a G´schmäckle für uns. Des Weiteren wundern wir uns als größte Fraktion im Gemeinderat von Vogt , dass von den Gemeinden dazu bisher keine ausreichenden Informationen für die Einwohnerbezüglich der kurzen Einspruchsfrist, erfolgte. Erst auf unsere Intervention hin erschien nun am 19.07.2018 im Vogter Mitteilungsblatt der Hinweis auf die Einspruchsfrist.

Es erweckt bei uns den Eindruck, dass nur „Eingeweihte“ informiert sind und wegen den großen wirtschaftlichen Interessen Entscheidungen dazu schon gefällt sind.

Auf unserer Homepage (www.ubvogt.de) informieren wir ausführlich über den geplanten Kiesabbau und seine Folgen und haben dort auch ein Muster für die Vorlage eines möglichen Einspruchs für jedermann eingestellt.

Als Haupteinspruchsgrund sehen wir die unwiederbringliche Zerstörung einer in Oberschwaben einmaligen Trinkwasserregion, die das gesamte Schussental mit Trinkwasser in hervorragender Qualität versorgen könnte.

Dazu kommen noch der erhöhte Schwerlastverkehr, die erweiterte Lärm- und Umweltbelastung, Befahrung von Schwerlastverkehr auf dafür nicht geeignete Straßen sowie ein mangelndes Verkehrskonzept ohne Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer in den betroffenen Durchfahrtsortschaften. Einsprüche müssen schriftlich, formlos beim Regionalverbund vorliegen bis spätestens 26. Juli 2018

Regionalverband, Hirschgraben 2, 88214 Ravensburg, Stichwort Planentwurf Rohstoffabbau E-Mail: info @ rvbo.de Der Planentwurf kann eingesehen werden unter http://www.rvbo.de/Planung/Fortschreibung-Regionalplan-Kapitel-Rohstoffe Die Grundsätze und wie abgebaut wird, ist im Teil 1 Plansätze und Begründungen zu finden.

Zu beachten ist Seite 4. Die Steckbriefe der Gebiete um Vogt sind ab Seite 196 zu finden im Teil2 des Umweltberichts. Die Steckbriefe Umfassen die Gemarkungen und Abbauvorhaben 436-179 Amtzell-Grenis, 436-180 Im Grund Vogt und 436-177 Schlier-Oberankenreute Sehr geehrter Herr Richter, ich hoffe, Sie können dieses brisante Thema noch vor Ende der Einspruchsfrist in der Schwäbischen Zeitung nochmal publik machen, um eine größtmögliche Anzahl von betroffenen Bürgern im Schussental und Oberschwaben die Gelegenheit zu geben, von ihrem Einspruchsrecht Gebrauch zu machen.

Dr. Frank Kirchner 1.Vorsitzender Unabhängige Bürger Vogt e.V.

 
aktuelles/start.txt · Zuletzt geändert: 2017/11/26 09:59 von marc